PRESSEAUSSENDUNGBSK 1933 / BSK Polysport GmbH

Der BSK 1933 und die BSK Polysport GmbH nehmen zur bevorstehenden, richtungsweisenden Entscheidung über die Vergabe des Benützervertrags der Sportanlagen in Bischofshofen wie folgt Stellung:

Am kommenden Donnerstag trifft der Gemeinderat eine richtungsweisende Entscheidung für die Zukunft des Sportstandorts Bischofshofen.

Auf der einen Seite steht mit dem BSK 1933:

– ein nahezu 100 Jahre gewachsener, funktionierender und leistungsfähiger Sportklub mit großer Tradition und Geschichte
– 174 beim Salzburger Fußballverband registrierte Nachwuchsspieler
– zusätzlich 30 bis 40 aktive Cheerleaderinnen
– ein Trainings-, Bewegungs- und Wettkampfangebot von bis zu 40 Stunden pro Woche
– zielgruppenorientierte Angebote für Mädchen und Burschen
– eine Kampfmannschaft, die in den vergangenen Jahren zu den erfolgreichsten Amateurteams im Bundesland Salzburg zählt
– mit dem Steinbock-Turnier eines der größten und prestigeträchtigsten Indoorsport-Events Österreichs – eine starke Marke mit hoher regionaler und wirtschaftlicher Relevanz für die Region, jährlich mit über 75 Teams

Der BSK 1933 steht damit für Breite und Spitze. Für Sport und gesellschaftliche Verantwortung. Und für ein funktionierendes System.

Dem gegenüber steht ein Konzept eines Skiklubs, das – laut aktueller Bestätigung der Stadtgemeinde – bis heute nicht in Form eines konkreten, umsetzungsfähigen Modells vorgelegt worden ist.

Diese Einschätzung wird auch von externer Seite geteilt. So erklärt ASKÖ-Präsident Josef Sailer wörtlich:
„Wie soll denn das funktionieren, dass ein bestehender Verein in einer Auswahl schlechter ist als eine neu zu gründende Sektion einer Wintersportart? Das ist ja absurd.“

Besonders kritisch zu sehen ist dabei, dass eine politische Führungsperson einer Partei in ihrer Funktion als Mandatar an der Abstimmung teilnimmt und gleichzeitig inhaltlich das konkurrierende Modell anführt. Eine solche Konstellation erscheint aus Sicht des BSK 1933 schwer mit den Grundsätzen einer objektiven, transparenten, unabhängigen und demokratischen Entscheidungsfindung vereinbar und wirft Fragen hinsichtlich Fairness und Nachvollziehbarkeit des Prozesses auf.

Schon in den vergangenen Monaten wurde in intensiven Gesprächen mit der Stadtgemeinde – insbesondere mit dem Bürgermeister sowie dem Amtsdirektor – an einem neuen, für alle Seiten stimmigen Weg gearbeitet.

Im Rahmen der aktuellen Gespräche wurde sowohl vom Bürgermeister als auch vom Vizebürgermeister und dem Amtsdirektor unmissverständlich bestätigt, dass der BSK 1933 sowie die BSK Polysport GmbH in allen Belangen korrekt, ordnungsgemäß und rechtskonform agieren und alle offenen Fragen seitens der Stadtgemeinde zufriedenstellend geklärt sind.

Der BSK 1933 hat dabei klar betont: Ziel ist und bleibt der Verbleib in Bischofshofen.

Der BSK 1933 sieht der Entscheidung am Donnerstag daher mit entsprechender Gelassenheit entgegen.

Gleichzeitig ist festzuhalten:
Eine Entscheidung gegen eine gewachsene und funktionierende Struktur hätte erhebliche Auswirkungen – nicht nur sportlich, sondern auch sozial, gesellschaftlich und strukturell – und würde den Standort Bischofshofen in seiner Gesamtheit spürbar treffen.

Für ein solches Szenario bestehen seitens der aktuellen Klubführung des BSK alternative Lösungen, um der bestehenden Verantwortung gerecht zu werden und den Trainings- und Spielbetrieb sowie die Betreuung der Kinder und Mitglieder weiterhin ordnungsgemäß sicherzustellen.

Unabhängig davon bleibt die Haltung klar:
Der BSK 1933 strebt unter allen Umständen einen Verbleib in Bischofshofen an.

Denn eines steht außer Zweifel:
Der BSK 1933 und Bischofshofen gehören zusammen.

Patrick Reiter, Geschäftsführer BSK Polysport GmbH:

„Es ist legitim, dass Unger mit dem Skiclub eine Fußballsektion gründen möchte. Das ist nicht der Punkt.

Nicht nachvollziehbar ist jedoch, dass ein örtlicher politischer Akteur mit Spitzenfunktion in seiner Partei, der gleichzeitig über die Vergabe mitentscheidet, sich selbst als Obmann eines konkurrierenden Konstrukts positioniert. Diese Doppelrolle ist nicht vereinbar.

Der Skiclub verfügt in diesem Bereich weder über Kompetenzen noch über gewachsene Strukturen, auch nicht über nachweisbare Erfahrung oder Erfolge im Fußballbetrieb. Trotzdem wird Anspruch auf eine bestehende, funktionierende Infrastruktur erhoben.

Wir sprechen hier nicht über ein Konzept auf dem Papier, sondern über konkrete Konsequenzen: Über 200 Kinder in zwei Sportarten, die dadurch ihre Grundlage verlieren, ihren Sport in Bischofshofen auszuüben.

Das ist weder sachlich begründbar noch verantwortungsvoll. Wenn ein solcher Vorgang zudem von einem politischen Spitzenfunktionär mitinitiiert wird, wirft das grundlegende Fragen an Transparenz, Fairness und die Qualität von Entscheidungsprozessen auf.“

Wir bitten um Verständnis, dass sowohl der Vorstand des BSK 1933 als auch die BSK Polysport GmbH zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Stellungnahmen abgeben und für darüber hinausgehende Anfragen aktuell nicht zur Verfügung stehen.